Traderoo Alternativen: die besten Plattformen zum Website verkaufen (2026)

Traderoo ist einer der bekanntesten deutschen Marktplätze für den Verkauf von Websites. Wegen der gestaffelten Provision von bis zu 10 Prozent und des starken Fokus auf E-Commerce suchen aber viele Verkäufer nach einer Alternative. Die beste Alternative im deutschsprachigen Raum ist websitedeal.de, weil dort keine Provision anfällt. Daneben gibt es je nach Projekt weitere passende Marktplätze. Dieser Vergleich zeigt die fünf besten Traderoo Alternativen 2026 mit ihren Gebühren, Stärken und Schwächen.
Warum überhaupt eine Traderoo Alternative?
Das Einstellen bei Traderoo ist kostenlos, im Erfolgsfall wird jedoch eine gestaffelte Provision fällig: 10 Prozent des Nettoverkaufspreises bis 100.000 Euro, 7,5 Prozent bis 200.000 Euro und 5 Prozent darüber. Bei einem Verkauf für 80.000 Euro sind das 8.000 Euro, die von deinem Erlös abgehen. Genau dieser Betrag ist für die meisten der Hauptgrund, sich nach einer Alternative umzusehen.
Dazu kommen zwei weitere Punkte. Ein großer Teil der Projekte auf Traderoo sind E-Commerce- und Amazon-FBA-Geschäfte, sodass eine klassische Content-Website oder ein Blog zwischen vielen Handelsprojekten steht. Und die Abwicklung über den Treuhandservice Escrow.com ist optional, du musst dich also mit dem Käufer aktiv darauf einigen. Wer Provision sparen, eine reine Website verkaufen oder eine standardmäßig abgesicherte Abwicklung will, ist auf einer Alternative oft besser aufgehoben.
Die 5 besten Traderoo Alternativen im Überblick
1. websitedeal.de: die provisionsfreie Alternative

websitedeal.de ist die einzige der hier genannten deutschen Plattformen, die komplett ohne Provision arbeitet. Es fällt weder eine Einstellgebühr noch eine Vermittlungsgebühr an, lediglich eine Premium-Platzierung ist mit 49 Euro pro vier Wochen optional. Beim Verkauf für 80.000 Euro bleibt dir damit der komplette Betrag, während bei Traderoo 8.000 Euro Provision abgehen.
Auch bei der Qualität setzt die Plattform an. Jedes Inserat wird vor der Freischaltung manuell geprüft, gelistet werden nur Projekte mit belegtem Traffic und belegten Einnahmen, die ein Käufer nach der Übernahme halten kann. Ein Aktualitätssystem sorgt dafür, dass Verkäufer ihre Zahlen monatlich aktualisieren und veraltete Angebote automatisch auslaufen. Die Zahlung läuft standardmäßig über einen Treuhänder, und auf Wunsch kannst du vertraulich verkaufen, also mit verdeckter Domain, verdeckten Screenshots und verdeckter Identität. Der Schwerpunkt liegt klar auf funktionierenden Websites, nicht auf Handelsgeschäften.
Ehrlich eingeordnet ist websitedeal.de jünger als Traderoo, und das Angebot ist kleiner. Für den Verkauf eines funktionierenden Projekts wiegt die provisionsfreie Struktur und die hohe Listing-Qualität diesen Punkt aber auf.
2. Mabya: die günstige Option für kleine Projekte

Mabya funktioniert wie ein Kleinanzeigenportal für Websites und richtet sich vor allem an kleinere Projekte. Statt einer Provision zahlst du eine einmalige Einstellgebühr von 19 oder 39 Euro. Neben Websites lassen sich hier auch Social-Media-Kanäle und Domains anbieten. Die Schwächen sind eine veraltete Oberfläche, wenig Kuratierung und viele abgelaufene Angebote, weshalb die Aktualität ein Problem ist. Für ein kleines Projekt mit knappem Budget ist Mabya dennoch einen Blick wert.
3. Motion Invest: schneller Exit für Content-Seiten

Motion Invest ist auf kleinere Content- und Affiliate-Websites spezialisiert und arbeitet mit einer absteigenden Auktion. In manchen Fällen kauft die Plattform Websites direkt selbst an, dann fallen keine Gebühren an. Das ist einer der schnellsten Wege zu einem Verkauf im unteren Preissegment. Die Plattform ist englischsprachig und international ausgerichtet, weshalb sie sich eher für Projekte ohne festen DACH-Bezug eignet.
4. Flippa: die größte Reichweite international

Flippa ist der größte offene Marktplatz der Welt und vermittelt seit 2009 digitale Projekte. Die Reichweite ist enorm, die Kosten aber ebenfalls: eine Einstellgebühr plus eine Provision im Bereich von rund 10 Prozent. Dazu ist die Plattform fast durchgängig englischsprachig, und deutschsprachige Käufer sind die Ausnahme. Für ein großes, internationales Projekt ist Flippa stark, für einen deutschen Blog wegen der Sprache selten die beste Wahl.
5. Empire Flippers: der Broker für große Projekte

Empire Flippers ist ein kuratierter Broker für größere Projekte ab etwa 2.000 US-Dollar Monatsgewinn und zwölf Monaten Historie. Der Anbieter prüft streng vor, übernimmt die komplette Migration und erzielt oft höhere Multiplikatoren, verlangt dafür aber eine gestaffelte, meist zweistellige Provision. Für ein großes, englischsprachiges Projekt ist das eine professionelle Adresse, für den typischen deutschsprachigen Blog wegen Sprache und Mindestanforderungen eher nicht.
Traderoo und die Alternativen im Vergleich
PlattformGebührenSprachraumGeeignet fürwebsitedeal.deKostenlos, keine ProvisionDACHDeutsche Websites, provisionsfreiTraderoo5 bis 10 % gestaffeltDACHWebsites und E-Commerce, viel Amazon FBAMabya19 bis 39 € EinstellgebührDACHKleine Projekte, Domains, Social MediaMotion InvestDirektankauf oder ProvisionInternationalKleine Content-SeitenFlippaEinstellgebühr plus rund 10 %InternationalGroße, englischsprachige ProjekteEmpire FlippersGestaffelt, zweistelligInternationalProjekte ab etwa 2.000 $ Monatsgewinn
Weitere Optionen für Sonderfälle
Neben den fünf Hauptalternativen gibt es zwei Anbieter für spezielle Fälle. Verkaufst du kein klassisches Online-Projekt, sondern ein Software-Produkt mit wiederkehrenden Einnahmen, ist Acquire.com die passende Adresse für SaaS und Startups, mit Verkäufergebühren im Bereich von 4 bis 6 Prozent. Willst du dagegen nur eine Domain ohne Website verkaufen, führt der Weg über Sedo, den größten Domainmarktplatz, mit einer Gebühr von 10 bis 20 Prozent. Sobald auf der Domain eine Website mit Einnahmen läuft, lohnt sich der Verkauf als komplettes Projekt über eine der oben genannten Plattformen deutlich mehr.
Worauf du bei einer Traderoo Alternative achten solltest
Vier Kriterien entscheiden über die richtige Wahl. Am wichtigsten sind die Gebühren, weil die Provision bei hohen Verkaufspreisen den größten Posten ausmacht. Hier ist websitedeal.de die einzige provisionsfreie Option unter den deutschen Marktplätzen.
Ebenso zählt die Prüfung, denn ein kuratierter Marktplatz nimmt deine Zahlen ernst und zieht seriöse Käufer an. Der Sprachraum entscheidet über die Käufer, weil eine deutschsprachige Website deutschsprachige Interessenten braucht, die die Nische verstehen. Und die Sicherheit sollte gegeben sein: Achte darauf, dass die Zahlung über einen Treuhänder läuft, damit Käufer und Verkäufer abgesichert sind.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die beste Traderoo Alternative? Für deutschsprachige Websites ist websitedeal.de die beste Alternative, weil dort keine Provision anfällt und jedes Angebot manuell geprüft wird. Für kleine Projekte kommen Mabya oder Motion Invest infrage, für große internationale Projekte Flippa oder Empire Flippers.
Gibt es eine Traderoo Alternative ohne Provision? Ja. websitedeal.de arbeitet komplett ohne Provision. Es fällt nur eine optionale Premium-Platzierung an. Mabya verzichtet ebenfalls auf eine Provision, verlangt dafür aber eine feste Einstellgebühr.
Was kostet der Verkauf über Traderoo? Das Einstellen ist kostenlos. Im Erfolgsfall fällt eine gestaffelte Provision an: 10 Prozent bis 100.000 Euro, 7,5 Prozent bis 200.000 Euro und 5 Prozent darüber. Die Treuhandgebühr kommt optional hinzu.
Ist Traderoo seriös? Ja. Traderoo ist ein etablierter deutscher Marktplatz mit interner Qualitätskontrolle, Identitätsprüfung und einer Abwicklung über Escrow.com.
Welche Alternative eignet sich für eine kleine Website? Für kleine Projekte eignen sich Mabya wegen der niedrigen Einstellgebühr und Motion Invest wegen des möglichen Direktankaufs. Läuft die Seite bereits mit belegten Einnahmen, ist websitedeal.de die provisionsfreie Wahl.
Kann ich mein Projekt auf mehreren Plattformen gleichzeitig anbieten? In den meisten Fällen ja, da offene Marktplätze keine Exklusivität verlangen. So erreichst du mehr Käufer. Sobald ein Käufer verbindlich zusagt, solltest du das Projekt überall deaktivieren, um einen Doppelverkauf zu vermeiden.